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Sonntag, 24. Dezember 2017

Paracelsus Kliniken pleite, nein falsch: insolvent

Im Volksmund sagt man Pleite. Verfechter der Salamitaktik nennen es Insolvenz - um das Volk langsam an das Hinüberdämmern in die Pleite zu gewöhnen.

Der Startschuss sollte gefallen sein. Ärzte, ihrer Natur nach stets den gefüllten Fleischtöpfen zustrebend, dürfen bereits auf dem Absprung sein. Der Arbeitsmarkt gibt's für sie her. Dann wird die Abteilung eben wegen Ärztemangel dichtgemacht.

Und im Januar folgen dann die Massenentlassungen. Weihnachtsgeld wurde eh nicht mehr gezahlt. Die Rehabuden sind abwrackgefährdet. Die Belegschaft beim Plätzchenbacken, wie üblich, überrumpelt. Der Chef dürfte genug Kapital für sich auf die Seite gelegt haben. Legal versteht sich.

Jetzt beginnt die grosse kapitalistische Heuchelei der "Lösungswegesuche". Die Gehälter seien sicher? Bitte? Wenn das Weihnachtsgeld ausgeblieben ist. War das sicher? Drei Monate Staatsknete, also 12 Wochen, stehen an. Dann ist Ende Gelände. Ein jahr hat aber mehr Wochen als nur 12.... Nebelkerzen fliegen und zünden dichten Rauch.

Und bereits in 6 - 10 Monaten wird es heissen... Paracelsus.. hmm..... war da nicht was? Waren die nicht doch sehr katholisch? Schlecker... ach ja, damals. Lange her.

Und Theophrastus Bombastus von Hohenheim, Namensgeber jenes Privatkonglomerats, lacht sich im Grab derweil einen ab.

Fazit: Auch private Klinikgruppen können es eben nicht.Kapitalismus hat im Gesundheitswesen nichts zu suchen. Das sagte auch Soros, und der hatte Kohle ohne Ende.



Donnerstag, 15. Januar 2009

Eisberge brechen - Nortel ist pleite


Hi world,

kein Tag ohne Mega Bad News. Heute : NORTEL in Kanada ist Pleite. Siehe SPON. 32.500 Beschäftigte.... Nortel ist, nach Alcatel-Lucent und Huawei , der weltweit drittgrößte Telekommunikationsausrüster.

Ich bin es leid zu jammern. Frage nur: Wer wird der Nächste sein?

Mittwoch, 14. Januar 2009

"Die wo" :)) am Lautesten schreien....


Hi world,

diejenigen, die am Lautesten schreien, dass sie gesund seien, denen geht es oftmals am Dreckigsten. Also, ich hatte (leider) Recht behalten mit meinen Ahnungen und meiner Skepsis. Heute legt die ehemalige Bank der Deutschen ihren Offenbarungseid vor. Sie ist am Ende. Sie ist Pleite. Ja, so nennt man das. Das will nur keiner wahrhaben. Kollektive Wahrnehmungsstörungen infolge Medien PR - Nebel.....

Gestern verschleiert sie noch ihre eigene schlechte Lage und macht einen auf (sinnlosen) Aktientausch. Frage: Für wie doof haltet Ihr eigentlich die (nicht Eure) Bevölkerung? Offensichtlich für grenzenlos doof.

Wir sind stolz daruaf, kein Kapital vom Staat zu benötigen. So tönte es voller Häme jüngst aus Mainhattan. Und ein nettes Interview im STERN zur Schadensminimierung wurde lanciert. Herr A. - ganz familiär und NETT. Aber was soll das nutzen?

Nun also steigt der Staat mit 3 % (da er 30 % der Postbank hält und diese mit 10 % einsteigt) über aberwitzige, friktionsbehaftete Konstrukte in das Ding ein. Schlimmer geht´s ja nimmer. Von hinten, durch die Brust ins Auge. Herr A., können Sie eigentlich morgens noch in den Spiegel schauen oder rasieren Sie sich mittlerweile auch blind? Haben Sie noch den vollen Über- und Durchblick? Oder ist ihr Büro schon geräumt, zu Gunsten eines netten Chalais im Appenzeller Land? Doch das setzte ja Anstand voraus - eine Qualität, die mittlerweile verlustig gegangen ist im Land.

Die Aktie: ca. - 10 %. Auch das wird eine ode mehrere Kettenreaktion/en nach sich ziehen. Da wäre mehr Ehrlichkeit gestern schon deutlich besser gewesen ...

Ein widerliches, Ekel erregendes Schauspiel. Zumindest für mich. Das kommt daher, dass man einen eigenen Aufzug in die Chefetage benutzt, ein eigenes Kasino hat. Von eigenem Personal bedient wird, wie Feudalherren ehedem. Und die Ahnengalerie? Sicher ganz in Öl gemalt auf der nicht jedermann/frau zugänglichen Vorstandsetage. Aber ich bitte Sie! Wer fotografiert denn heute noch; das kann ja schliesslich jeder.

Das Porzellan von Rosenthal habt ihr sicher noch alle im Schrank; ob die Tassen allerdings noch vollzählig sind, das darf ab heute mit Fug und Recht bezweifelt werden. Nicht wahr?


Donnerstag, 8. Januar 2009

Ackermann fordert +25% - stattdessen: die Commerzbank ist Pleite


Hi world,

das Victory - Zeichen will einfach nicht aus meinem Hirn weichen. Smart, very smart kam er daher. Ein Sieg über das Recht, so habe ich es aufgenommen. Und weiter 25% Jahressteigerung fordern, den Staat verhöhnen (übrigens: die Dt. Bank war bekanntlich einer der Stützen des 3.Reiches) und sich, mitten in der Krise als unverwundbarer Siegfried zu präsentieren. Die Botschaft: Der Captain führt das Schiff sicher durch das Krisenmeer. Wie nett! Wie illusionär. - Beinahe hätte man es der Angie abgenommen, dass Deutschland vom Weltgeschehen (also von der schlechten Seite desselben) weitgehend abgekoppelt sei. Die deutschen Banken sind sicher. Klar. Alles im Griff! Was den? Keine Kritik bitte! - Kreditzusagen mit nicht vorhandenem Geld werden salopp im Fernsehen in unvorstellbarer Höhe getätigt. (was dazu führte, dass die Geldautomaten in den Metropolen mehr als 4 mal täglich neu befüllt werden mussten. Die Geldkofferträger bekamen Rückenschmerzen...) Damit toppte unsere Angie (Naturwissenschaftlerin von Haus aus! Ach, tatsächlich?) noch die Kreditzusagen der amerikanischen Banken an die Häuslebauer in God´s own country. - Und heute das:

Die Commerzbank hatte am Nachmittag den Aktienmarkt mit der Ankündigung geschockt, weitere 10 Mrd EUR vom Staat in Anspruch zu nehmen. Der Staat unterstützt den DAX-Konzern somit jetzt insgesamt mit 18,2 Mrd EUR.

Wenn eine Firma 18,2 Milliarden EURO benötigt, also 35 Millarden Alt-DM, dann darf man mit Fug und Recht behaupten: diese Firma ist pleite.

Und mir will man erzählen, daß die Deutsche Bank sich davon völlig freihalten kann. Ich glaube es einfach nicht.