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Freitag, 18. Dezember 2009

AFG: "Das Recht folgt der Fahne." oder "Im Sieg liegt das Recht."

Hi world,

die Debatte wird eigentlich immer unerträglicher. Der Bundesminister für Selbstverteidigung lächelt sich smart durch diese und versucht sich in "business as usual". Er hat heute einen neuen Feldherrn gekürt.

Die Salamitaktik aller massgeblich Beteiligten, wobei noch weitgehend unklar ist (Merke: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!) wie lang der besagte Salamirest eigentlich noch sein wird, führt, und das sicher nicht nur bei mir, zu einem Agressionsstau.

Noch mehr Hinweise für eine Verstrickung höchster Stellen dieses Landes in diese Massenkillerei wären brandgefährlich. Offenbar gibt es gute Gründe vieles zu verschweigen.

Noch ignoriert der BM bis zum heutigen Tag Rücktrittsforderungen und nennt diese "Klamauk". Doch, die Soldaten in Afghanistan murren bereits über das politische Bohei in D - und die jüngst publizierten Standbilder lassen eher ein gegenseitiges sich Anschweigen mit grimmiger Miene, denn auf einen vertrauensvollen Meinungsaustausch am Stehtisch schliessen. Vermeldet wird Oma Kasupke natürlich das genaue Gegenteil an der Heimatfront. Sie kann es ja nicht nachprüfen. Psy-Op weiss das und nutzt es weidlich aus. Und plötzlich auftauchende Beliebtheitsumfragewerte für den Baron können auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass da eine Politik gegen 70 % der Mehrheitsdeutschen durchgeboxt wird, koste es, was es wolle.

Es gilt langsam wieder der Feldherrnsatz: "Das Recht folgt der Fahne!" - Auf, folgt mir nach, mit Bundestagsgebrüll! Ich bin Euer neuer Einsatzführer. Ich, der Adelige. Endlich ist wieder Krieg. Und der wird immer mehr Soldaten fressen.

Schon vergessen??

Am 22. August 1939 äußerte jemand vor seinen versammelten Oberbefehlshabern: „Die Auslösung des Konfliktes wird durch eine geeignete Propaganda erfolgen. Die Glaubwürdigkeit ist dabei gleichgültig. Im Sieg liegt das Recht.“

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wolfgang borchert /

DANN GIBT ES NUR EINS !


Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir mor-
gen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr ma-
chen - sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie
dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für
Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst statt
Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN !
Du. Dichter in deiner Stube. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
keine Liebeslieder, du sollst Haßlieder singen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Arzt am Krankenbett. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
die Männer kriegstauglich schreiben, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Kapitän auf dem Dampfer. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
keinen Weizen mehr fahren - sondern Kanonen und Panzer, dann gibt
es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Pilot auf dem Flugfeld. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
Bomben und Phosphor über die Städte tragen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Schneider auf deinem Brett. Wenn sie dir morgen befehlen, du
sollst Uniformen zuschneiden, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Richter im Talar. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst zum
Kriegsgericht gehen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Mann auf dem Bahnhof. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
das Signal zur Abfahrt geben für den Munitionszug und für den Trup-
pentransporter, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen
kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!


Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter
in Frisko und London, du, am Hoangho und am Mississippi, du, Mutter
in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo - Mütter in allen Erdtei-
len, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder ge-
bären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für
neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins:
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!


Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:


dann:


In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen
Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver was-
serleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, al-
gen-, tang- und muschelüberwest, den früher so schimmernden dröh-
nenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben -
die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige
blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der
Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen,
in verlorenen kraterzerrissenen Straßen-


eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen,
gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten
und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und
gierig, unaufhaltsam -


der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen,
der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf
den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen
Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken -


in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte
sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln -


in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Spei-
chern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kür-
bis und Kirschsaft verkommen - das Brot unter den umgestürzten Ti-
schen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelau-
fene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird
neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer
und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der
stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln
-zerbröckeln -zerbröckeln -


dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpeste-
ter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne
und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den un-
übersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen
betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig,
lästernd, klagend -und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört
in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern
im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen,
ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch -


all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute
nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn -- wenn -- wenn ihr nicht
NEIN sagt.











Quelle





Luftschlag in AFG: Eine "top secret action"!

Hi world,

es wird immer klarer.

BILD:

"Ein Gutachten, das sieben ehemalige Bundeswehr-Generäle erstellten, liest sich heute wie eine Prophezeiung: „Ein von der allgemeinen Operationsführung im Einsatzland völlig getrennter, paralleler operativer Führungsstrang des Kommando FOSK und die unter großer Geheimhaltung in der Regel mit den Einsatzkontingenten nicht abgestimmten Maßnahmen der Spezialkräfte können Gefahren für die Gesamtoperation, die Kontingente sowie das Ansehen und den Erfolg der Missionen vor Ort selbst erzeugen.“

Deutschland ist heute wieder in seiner Vergangenheit angekommen; rechtzeitig zum Fest des Friedens. Welcome!

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Ein BM der Selbstverteidigung


Die Worte dazu:

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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

"REGIERUNGonline" - Wissen aus erster Hand

Deutscher Bundestag
Rede des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu
Guttenberg, in der Aktuellen Stunde zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan vor
dem Deutschen Bundestag am 16. Dezember 2009 in Berlin:
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Frau Präsidentin!
Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Ich frage mich, was unsere Soldatinnen und Soldaten empfinden, wenn Sie an einem Tag, wo ein Soldat schwer verwundet in Kunduz liegt, wo ein weiterer Soldat offenbar verletzt wurde, wo Soldaten im Gefecht sind, mit solchem Gebrüll antworten und lediglich innenpolitische Gefechte abfeiern. Das entspricht überhaupt nicht dem erforderlichen Niveau!

Frau Künast, unsere Soldaten haben eines, was Sie ihnen gerade offensichtlich nicht zugestehen, nämlich ein hohes Anstandsempfinden. Ich glaube, das darf das Parlament in einer Debatte auch widerspiegeln.

Unsere Soldaten haben den Anspruch darauf, dass wir die Lage in Afghanistan auch unter Berücksichtigung des Punktes Rechtssicherheit und der Frage, wie es einem Soldaten im Felde geht, der im Gefechte stand, diskutieren. Wenn man dies vor dem Hohen Hause anspricht, das den Namen "Hohes Haus" zu Recht trägt, und dann plötzlich nichts weiter als wüstes Geschrei von Ihren Seiten ausbricht, dann werden Sie damit Ihrer Verantwortung gegenüber den Soldaten nicht gerecht. Das darf ich an dieser Stelle auch noch einmal sagen.

Heute stehen hier einmal mehr zwei wesentliche Punkte im Raum.

Herr Trittin und Herr Steinmeier, die Sie gesprochen haben: Sich in der letzten Woche und am Wochenende hinzustellen und zu beklagen, man würde nur stückchenweise über das eine oder das andere informiert werden, ist schon bemerkenswert. Die Welle der Empörung dürfte Sie in dieser Hinsicht eigentlich selbst treffen, da Sie seit spätestens 3. November 2009 über all das informiert waren, was Sie da beklagt haben. Einige von Ihnen waren sogar schon früher informiert. Herr Arnold hat, wie man hört, beispielsweise schon am 8. September 2009 über gewisse Dinge, die gerade auch in der letzten Woche laut beklagt wurden, gesprochen.

In der Sitzung des Verteidigungsausschusses übrigens der ersten nach dem Luftschlag sollen bestimmte Kollegen gesagt haben Herr Arnold weiß sicher, von wem ich rede; ich höre das , dass das Ziel des Luftschlags durchaus auch darin bestanden habe, die sich im Umfeld der Laster aufhaltenden Terroristen zu treffen hört! hört! , die sicher kein illegitimes Ziel seien. Ich darf das wiederholen:
die sicher kein illegitimes Ziel seien. Ich wiederhole: Man hört, das sei im
Verteidigungsausschuss am 8. September 2009 gesagt worden. Manchmal muss man der Erinnerung auch ein Stück weit nachhelfen, wenn Sie sich so äußern wie in diesen Tagen.

Die Fraktionsvorsitzenden Herr Trittin, Sie selbst wollten am 6. November 2009 ja nicht kommen wurden vom Bundesverteidigungsministerium auch darüber informiert, was der COMISAF-Bericht aussagt, dass nämlich auch die Taliban ein Teil der
gezielten Bekämpfung waren und dass es nicht nur um die Tanklaster ging, dass die gezielte Bekämpfung also gegen die Tanklaster und die Taliban gerichtet war. Das war am 6. November 2009. Herr Trittin, Sie wollten nicht selbst kommen und haben einen Vertreter geschickt. Man darf zumindest annehmen, dass er Sie über die Dinge unterrichtet hat, die er dort hörte.

Ich komme zu den personellen Konsequenzen, weil sie von einigen angesprochen worden sind. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass mir Dokumente, Berichte und Informationen zum Vorfall in Kunduz vorenthalten wurden. Das ist unbestritten. Das wird auch in dem Brief von General Schneiderhan an mich festgestellt, in dem er mich bittet, Herr Oppermann, ihn von seinen Dienstpflichten zu entbinden, da er die Verantwortung dafür übernehme, dass mir diese Informationen nicht vorgelegt wurden. Für die Trennung bedarf es keiner weiteren Gründe. Auf ein anderes Niveau in der Debatte, das man derzeit erlebt, werde ich mich mit Sicherheit nicht einlassen.

Ich darf gleichzeitig noch auf eine Frage eingehen, nämlich ob Informationen wesentlich oder unwesentlich sind. In einem so entscheidenden Fall der Geschichte der Bundeswehr hat der Bundesminister in der Frage, welche Information wesentlich oder unwesentlich gewesen sein mag, schon noch selbst das Recht, zu entscheiden, was wesentlich und was unwesentlich ist, statt jemanden danach fragen zu müssen, ob er denn Einsicht in gewisse Akten nehmen darf. Wo kämen wir denn da hin? In diesem Zusammenhang wird manches, was heute mit großem Gedöns vorgestellt wurde, auch im Untersuchungsausschuss eine Rolle spielen dürfen und müssen. Ich habe diesen Untersuchungsausschuss von Anfang an befürwortet, ebenso wie ich alle mir vorliegenden Dokumente dem Parlament zur Verfügung gestellt habe und solche, die als geheim eingestuft waren, sogar herabgestuft habe, sofern ich das selbst konnte Das hat es in dem Sinne auch noch nicht gegeben , damit im Parlament damit anständig umgegangen werden kann. Ob Sie damit anständig umgehen, ist noch eine andere Frage. Das hat mit Anstand relativ wenig zu tun.

Ich habe immer gesagt, dass ich den Untersuchungsausschuss befürworte. Ich halte ihn für ein angemessenes und auch für ein würdiges Gremium, diese Fragen zu behandeln. Einen Vorgeschmack darauf, wie dieses Gremium von einigen eingeschätzt wird, konnte ich allerdings bereits am gestrigen Abend und heute bekommen.
Gestern Abend erreichte mich eine Aufforderung der SPD-Fraktion, heute im Verteidigungsausschuss einen umfassenden Bericht über die Ereignisse am 3. und 4. September 2009 anlässlich des Bombenabwurfs auf zwei Tanklastzüge und die daraus resultierenden Entscheidungen des Einsatzführungskommandos und des Bundesministeriums der Verteidigung abzugeben. Der Bericht sei dringend erforderlich für die Beratungen im Verteidigungsausschuss.

Diese Aufforderung erfolgte vor der Einrichtung des Untersuchungsausschusses. Das gibt mir einen Hinweis darauf und setzt Sie dem Verdacht aus, dass es Ihnen bei dem Untersuchungsausschuss nicht um Aufklärung und Information geht, sondern dass Sie nahe am politischen Klamauk sind, wenn Sie den Untersuchungsausschuss schon im Vorfeld so abwerten wollen.

Es geht bei allen Fragen, die wir hier behandeln, nicht lediglich um die eine oder andere Spitzfindigkeit, sondern um existenzielle Fragen, die Leben und Tod unserer Soldaten berühren. Wenn wir dieses Niveau in solchen Fragen halten, dann tragen Sie die Debatte auch künftig auf dem Rücken der Soldaten aus, und dieses Niveau gibt niemand anders als Sie vor.

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Presse- und Informationsamt der
Bundesregierung
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Telefax: 03018 272 - 2555


Freitag, 11. Dezember 2009

2 x tower oder 2x tanks - Was ist Ihnen lieber?

hi world,

ich träume, also denke ich, bereits genau so hemmungslos krankhaft, wie diejenigen, welche uns derzeit dieses Staatsschauspiel, mit Themenfortentwicklung zu jeder vollen Nachrichtenstunde präsentieren.


I had a dream:

Ich träumte folgendes in einem fürchterlichen Alptraum: 2 x Tanks oder 2 x Manhattan Tower? Wie hätten Sie es denn gerne? Was den USA die Twintowers, sind Deutschland die beiden Tanks in AFG.

Es handelte sich bei der Attacke von Kunduz um eine bewußte, bösartige Provokation kranker Hirne, mit möglichst vielen Kollateralschäden. Ein Komplott mit vereinten Kräften, aus BND, MAD, KSK, AA und wer weiss noch alles. Gerne in der Opferrolle auch Kinder und Jugendliche - die Zukunft eines Landes. Das provoziert dann desto größere Rache. Das war STUFE EINS.

Jetzt schnell noch ein Besuch am Hindukusch, Bartpinseln, derweil sich die Retourkutschen gerade ansammeln und Formieren. Dann STUFE ZWEI. Die planbare menschliche Reaktion, denn die Taliban sind ja schliesslich auch nur Menschen mit (wenig) Hirn. Und wie "wenig Hirn" eben so nun mal tickt, das wissen die Kriegspsychologen sehr sehr gut. Sie haben das ja auch studiert. Massierter Angriff der Al-Kaida-Indianer auf das deutsche Lager. Zeit und Ort: egal. Hauptsache: Entführung und Gefangennahme von mindestens 10 schwarz-rot-gold-grün Gefleckten. Dann:? Na klar doch. Wie bereits gehabt: grausame Rituale, die Bauchhaut aufschlitzen und über dem Kopf zubinden (das! gab´s in der Tat, und ohne Scheiss), Racheakte, Folter und alle paar Tage einen erschiessen, enthaupten, egal, Hauptsache brutal und - klar doch: Youtube - Videos für die Western-Yuppies.

Und dann: STUFE DREI. Endlich! Am Ziel. "Weil, ja weil es ja offensichtlich nicht anders geht!" und DAS sieht , angesichts der medial auf allen, aber auch wirklich allen Kanälen und Hunderterwellen, vermittelten afghanischen Katastrofe auch der letzte Trottel auch im letzten der 13.000 Dörfer in D ein. Da muss man mit Verstärkung rein und "ran an den Mann und den Feind!" Draufhalten! Einfach nur draufhalten! - Tja. So haben wir das früher gemacht. - Man wollte zwar anders, friedlich, Brunnen bauend, Brücken bauend und Snickers verteilend. - Aber wenn DIE, diese böse T-Brut, es nicht anders gewollt haben, dann werfen wir, also die zweifellos Guten, eben schnell noch einige Bataillone mehr in dieses Land, rein, damit dann mal dort eben RICHTIG aufgeräumt wird.

Wurde ja wohl auch Zeit! Nicht wahr? Und wozu halten wir uns schliesslich eine so teure Armee? Jetzt wo die Inflation bald zu traben beginnt, angesichts 100 MRD Neuschulden. Endlich! Deutschland eint ein einziges "Freindbild". Das war uns kurzerhand doch wirklich abhanden gekommen. Jeder sitzt nur noch am Laptop und befasst sich mit myspace, Facebook und Twitter. Ja, was soll das denn? Wir müssen die Nation wieder einen. Zusammenführen! Und das geht doch nur, seien wir doch ehrlich, durch gemeinsam erlebte Momente der Gefahr. - Wir haben so viele H4 Empfänger, die wollen alle in die Arnee. Und dort eben müssen wir Platz schaffen. Die Spinde leeren. Die Jungs wollen und dürfen endlich zeigen, was sie gelernt haben. Das Kriegshandwerk nämlich. Sterben, hier "fallen" genannt, gehört doch zum business dazu. jeder wußte, auf was er sich einlaesst bei der Armee. Und Klein Napoleon aus dem Frankenwlad trägt die Truppenfahne - hinterher.

Und an der Heimatfront? Ja klar, da strahlen alle Weihnachtbäume und die Sargtischler haben viel Arbeit und alle bewundern Sie den großen, den Theodor, den neuen EISERNEN, wie er vom Volk respektvoll aller Orten bezeichnet wird. Wie er jede Woche dahinfliegt und hilft dort mit anzupacken und nach den Rechten zu sehen. Ein Mann der tut, in der Tat - Und damit wird er für alle Ämter qualifiziert sein. Auch für das Höchste, die Angie Nachfolge, wenn sie vorzeitig amtsmüde sein sollte, dann, bitte sehr, gerne und jederzeit sofort. Sie hat ja immer so traurige Augenringe beidseits. Jeder würde verstehen, wenn sie abdankte. Sie hat viel für Deutschland getan. Und ich bitte Sie: nur 10 Opfer oder ein paar Dutzend mehr, bei 82,6 Millionen Menschen. Die wären auch so auf der Straße gestorben, bei Unfällen. Und so kommen sie noch in den Genuß eines Staatsbegräbnisses. - Naja, die Bestattungskompanien und die Ehrenabordnungen hat man professionalisert. Nennt sich jetzt: Bestattungskompanie. Stellen Ehrenwache und lassen gekonnt den Sarg in die Erde. Die Seile haben sie von den KSK - Kräften, denn die halten schliesslich was aus. Und am Material sparen bei der letzten Reise. Nein, das wollen wir nicht. - Da regt sich doch auch niemand drüber auf. - Meine Güte, sind doch eh nur peanuts. - Und am kommenden So, um 11.00 ist Messe, im Dom, in Berlin. Zusammen mit dem neuen Generalinspekteur. Der Militärbischof von Deutschland wird eine ergreifende Rede halten und der Opfer gedenken. KT ist mit dabei, oben, in der Loge, ganz rechts, dort, wo der Adel seine seit Alters her angestammten Sitzplätze hat. Da kann man so gut niederschauen - auf das gemeine Volk.


Ich wachte in Schweiß gebadet auf, wog 2 Kilogramm weniger - und erst dann merkte ich, daß es wahrscheinlich doch nur ein Traum war. Wirklich (oder) wahr?



Ich träumte auch von einigen Suizidversuchen und vollendeten suicides...

TF47, das Tanklastwagenmysterium, die Taliban und ein Oberst

hi world,

langsam wird die Sache bühnenreif. Das ist der Stoff, aus dem einst Literatur entsteht. Eine Klamotte, die man dem deutschen Volk besser so nicht hätte servieren sollen. Vor 24 Stunden schrie Theodor bei Maybrit noch "Hysterie!" - "Hysterie!" - Haltet sie auf, die verrückten Hysteriker!

Doch ab heute wird es wirklich hysterisch und dafür gibt es alle Gründe dieser Welt. Lügen haben eben auch nur kurze Minister(ge-)beine.

Der stv. Generalinspekteur nestelt schon reichlich nervös mit dem Daumen seiner linken Hand auf den um die Weltgeschichte rotierenden Pressefotos. Gleichwohl er einen intelligenten Eindruck macht. Der Mann weiss ganz genau, warum er nervös sein muss. Denn er kennt die ganze Wahrheit. Die heutige Spritztour dient da nur der Betäubung der Massen - einen wirklichen Sinn kann sie nicht haben. Handlungen machen keinen Sinn, entweder haben sie einen solchen oder sie haben ihn nicht. Die Y-Tour hatte sicher keinen!


Die (Ab-)Gründe:

Der Zeitung zufolge machte der deutsche Oberst auch in dem von ihm selbst verfassten Bericht keinen Hehl aus seiner Absicht. Nach Informationen der "Süddeutschen" schrieb Klein, er habe die Taliban "vernichten" wollen.


Nun wird auch der jüngere Spiegel - Titel verständlicher: "Wann dürfen Deutsche töten?" - Ist unser "Kontingent" an "töten dürfen" nicht durch die Geschichte bereits mehr als über-erfüllt? Ich meine ja. Der Kerl muss angeklagt werden! Da führt jetzt kein Weg mehr daran vorbei. Und der Minister gleich mit, am Besten in Den Haag, wegen Unterstützung und Rücken-Deckung eines kapitalen Kriegsverbrechens. Das wird ein tiefer Fall Theodor!

Man kann sich vorstellen, dass diese beiden Tanklastzüge nur ein Honeypot waren, ein Fliegenfänger, woran die Taliban kleben bleiben sollten und die man dann auf die bekannte Weise in einer Aktion Feuerball "ausschaltete". Kinder gleich mit. Hey! Zu viel Katastrofenfilme geguckt? Skrupellos. Möglicherweise ein Meisterstück der Schlapphüte. Damit wird dann auch unmittelbar verständlich, warum der Minister und alle anderen Wissenden, diesen Oberst alle Naselang medial in Schutz nehmen. Bis dieses selbst erfundene Mantra an der Heimatfront keiner mehr ernsthaft in Zweifel stellt. - Ausser mich natürlich. Die Frage sei erlaubt: Sind das noch Deutsche, welche so handeln würden?

Scharfe, inquisitorische Fragen, die jetzt der Aufklärung bedürften, wären beispielsweise: Wo kamen die LKW´s denn eigentlich her? Wer war ihr Eigentümer? Wie lange waren die schon in AFG? Wie oft sind sie diese Strecke bereits vorher gefahren? Wer waren die Fahrer? Wurden die Fahrer ausgewechselt an diesem Tag? Wenn ja warum und von und mit wem? Wer gab die Transportorder? Wo wurden sie, vorgeblich, entführt? Wie waren die EXAKTEN Vorgänge dabei? Wer wusste Bescheid? Hat man die Entführung gar "erleichtert"? Wie war die Vorgeschichte? Bohrende Fragen sollte man stellen, unerbittlich bohrende Fragen. Bis die Ohren weh tun! - Und das soll kein Krieg sein? Gott bewahre!

Die Reaktion dürfte klar sein. In Kürze werden die Angriffe auf deutsche Soldaten dort verheerend sein. - Wir werden es erleben, denn Gewalt erzeugt nur Gegengewalt. So kann man keinen Frieden schaffen. Niemals nicht!

PRT = provinzieller Rekonstruktionstest



  • FAZ hierzu
  • WIWO hierzu: Über Wasser gehen
  • Welt hierzu: Drohende Schwere Gefechte - wie ich oben schrieb



Der Glamourboy wird nervös

Hi world,


ei wer hätte das gedacht, dass die Dinge doch so schnell ins Rollen kommen. Das gloriose Ministerbübchen wird, ganz "Yuppie-like", frech - und nervös. Eine probate Mischung, wie ich finde, die zur Gelfrisur passt, wie die Faust auf´s Auge. In Wasserträgerkreisen der Industrie ist das die heut zu Tage vorherrschende Reaktionsweise. Leider ist sie eben nicht Ziel führend. - Und heute lese ich in der ftd.de beispielsweise das Folgende:



"Meine Lesart (des Rot-Kreuz-Berichts) war die, dass es nicht völkerrechtskonform gewesen sein könnte", sagte Guttenberg. Wie der Angriff letztlich zu bewerten sei, müsse nun von der deutschen Justiz geklärt werden."

Was will uns das lehren? Zunächst: vollkommene Selbstvergessenheit. Rückzug in die Sprache des Juristen. Aufsuchen des vermeintlich sicheren Argumentationsschutzwalls der Juristensprachwelt (eine Art Task Force "GG"). Er schöpft aus seinem persönlichen Erfahrungshorizont. Was soll er in seiner Gotterlassenheit auch tun? Damit: Preisgabe und Eingeständnis, keine eigene politische(!) - und nur eine solche wäre in diesem Amt zu dieser Zeit gefragt (!) - Meinung öffentlich vertreten zu wollen bzw. noch viel fataler, offenbar zu können.

Mit dem Begleiteffekt, das IKRK mit solchen Äusserungen gleichzeitig zu desavouieren, indem er dieser, de jure rein schweizerischen, de facto jedoch supranationalen Organisation, die eigenen Hausjuristen oder, in diesem Fall noch viel schlimmer, die gesamte "deutsche Justiz" (sic!) entgegenstellt. "Voll krass", sagt Baby Doll da. Man wird das in Genf sehr aufmerksam zur Kenntnis nehmen und archivieren. Bin ich mir sehr sicher. - "Unbedachtes Geplapper," das wäre noch ein harmloser Ausdruck. Der Herr jedoch ist (noch) in Amt und Ministerwürden. - Doch hier schlägt jemand blind und berserkerhaft mit Worten um sich, ohne offenbar die Folgen seiner Rede bedacht zu haben. "So wird das fai nix mai Liaba!" - wie man im fränkischen Guttenberg goutieren würde.

Und weiter noch folgendes:

"Verteidigungsminister Guttenberg ist erneut nach Afghanistan gereist, um mit den Soldaten über das Bombardement der Tanklastwagen nahe Kundus zu sprechen. Zuhause kritisiert er die „Hysterie“ in dieser Debatte."


Wo ist da denn die Hysterie? Ich finde keine. Bei klarer Analyse der Lage finde ich nur Insuffizienz und ein von den (portionsweise gefütterten) Medien getrieben handelndes politisches Subjekt,

das sich anschliessend erneut Nestwärme vor Ort in Kunduz suchen. möchte. Ich glaube, und ich meine, das einschätzen zu können, dass der Empfang dort sehr unterkühlt ablaufen wird. Die Soldaten begreifen langsam, dass sie von einem Selbstdarsteller und Einzelkämpfer geführt werden, der die AFG-Kulisse nur für sich nutzen will. Intellektuelle haben eh die Schnauze von so viel "PR in eigener Sache" bis zum Rand voll. -Wie wär´s, Herr Minister, mit einem Photo mit einem Afghan-Baby im Arm, vielleicht noch Flasche geben? Das lenkt ab und Oma Kasupke in Berlin ist happy. "So ein netter Mann! Wirklich!" - Oder, eine andere Idee: "Minister inspiziert Einschusslöcher von Taliban am Dingo", das verdeutlicht, auch für den letzten Prolo, unmittelbar einsichtig, die Gefahren, die am Hindu-Kusch..... - Bilder kann man übrigens auch in D schon vor dem Abflug machen. Nur noch etwas Hindukusch dazugeben, mit Photoshop... Der Einfachheit halber. Gibt´s ne ganze Halle voll in D wo die zerfetzten Dinger rumstehen......

Wenn er überall dorthin reisen wollte, wo er künftg Probleme entfachte, dann wäre er bis zum Ende seiner Amtszeit auf Reisen und um seinen mittelständischen (sic!) 2 1/2 Mann/Frau Betrieb im Frankenland müssten sich derweil dann wohl andere kümmern. - Insgesamt: kümmerlich.


update:
  • Die Argumentationslinie des YOUNGSTER-Ministers wird immer abstruser. Jetzt muss er "vor Ort" fahren, zu Soldaten übrigens, die zum Anschlagszeitpunkt nicht anwesend waren, denn das komplette Kontingent wurde ausgetauscht. Wenn er mit den Betroffenen hätte sprechen wollen, wäre das in D sehr viel kostengünstiger machbar gewesen. Was also will der Sonnyboy eigentlich? Was soll die Lokomotion? Er will "Schaden von den Soldaten abwenden"? Tja, was können denn die Soldaten dafür die jetzt da unter den hohen Bergen Dienst schieben müssen und sich sehr wahrscheinlich ärgern über den Aufzug und die Begleitumstände, welche jedesmal nahezu vollautomatisch ausgelöst werden, wenn sich ein "hohes Tier" dieser VIP - Kategorie ansagt....
  • Ja und er hat es getan und ist meinem Vorschlag gefolgt :) - er konnte nicht widerstehen, sich ein "echtes" afghanisches Gewand medienwirksam umzuhängen. Genau! Für Oma Kasupke in Berlin! Sie war wirklich beeindruckt, wie sie mir erzählte. - "Er" hat sich aber standhaft geweigert an den Ort der Tat zu fahren und mit den Betroffenen, genau genommen also den Verwandten der staatlich Ermordeten, ins Gespräch zu kommen. Noch nicht mal eine Abordnung der tribals hat er im geschützten Bereich seiner Unterkunft empfangen wollen. Kann man die nicht vorher ordentlich durchsuchen, bevor sie ihm die Hand schütteln? - Dann, und nur dann, hätte das symbolische Überstülpen des Gewandes einen Sinn gehabt - und auch nur dann, wenn es aus Gastfreundschaft und Geste des guten Willens bzw. der Verhandlungsbereitschaft von den Afghanen selbst mitgebracht worden wäre. Ich bezweifle allerdings, dass denen der Sinn danach stünde. - Das alles war jedoch nicht der Fall. - Herr Minister beginnt offenbar sich selbst zu vergessen und seine Umgebung erst Recht. - Er wird nicht mehr lange BM sein. Meine Prognose! Ich bin gespannt, wann er wieder nach Afghanistan jetten wird...... Vielleicht, wenn mal wieder ein abgeschossenes Bein zu begucken sein wird? Dann Mister Guttenberg und dann bitte gleich dem Soldaten, am Besten noch im grünen OP - Gewand, die Hand schütteln, wienn diese noch dran sein sollte, lächelnd sagend: "Wird schon wieder, gelle?!" - Schulterklopfen dabei nicht vergessen. "Bist ein harter Bursche!" - Wohl wissend, dass dieser Mensch bald ausgemustert sein wird und mit 700 EUR staatlicher Fürsorge monatlich, bis zu seinem Tode , wird haushalten müssen. - Was soll´s? So ist das eben, Soldatenschicksal! Der Soldat wird bis zu seinem Tode vom Ministerklopfen zehren und sich, brainwashed, wohl fühlen. So ein Dank (kost nix!) des Vaterlands ist doch Zehrnahrung für ein ganzes Menschen-restleben oder Lebensrest... "Echt geil! Der Minister! und so zackig! Voll cool eben! Wow!"


  • Ein Kommentar im stern.de - sehr treffend! Genau meine hier publizierte Linie!
  • Auch die NZZ geht bereits vorsichtig auf Distanz!


Donnerstag, 10. Dezember 2009

Erste Rücktrittsforderungen an Guttenberg

Hi world,

die ersten Forderungen nach einem sofortigen Rücktritt des Bundesministers für Verteidigung werden laut geäussert.
  • Verteidigungsausschuss-Mitglied Inge Höger (Linke) forderte Guttenberg zum sofortigen Rücktritt auf. Er habe schon früh von der hohen Zahl ziviler Opfer gewusst.
  • DIE WELT
  • 349 Google News Artikel fordern den Rücktritt von Guttenberg

update:

FR-online:"In der Union heißt es, Guttenberg müsse mehr denn je "aufpassen, dass er nicht irgendwo daneben tritt". Arnolds SPD-Parteifreund Hans-Peter Bartels findet, der Minister spiele "ein gefährliches Spiel mit seiner Glaubwürdigkeit".

Wird Guttenberg bald zurücktreten?

Hi world,


update-flash: SPON sieht Guttenberg bereits in Gefahr. Zitat: "Die Schlagzeile elektrisiert: Auch das Kommando Spezialkräfte (KSK) war beteiligt, als die Bomben auf die Tanklaster fielen. Und selbst wenn die Rolle des KSK wenig skandalös erscheint - die immer neuen Details können Minister Guttenberg dennoch gefährlich werden."

Verteidigungsminister in Erklärungsnot: Das Rote Kreuz soll schon vor Wochen in einem Bericht den Luftangriff in Afghanistan als völkerrechtswidrig bewertet haben. Guttenberg kannte das Papier - bezeichnete das Bombardement aber dennoch zunächst als "angemessen".


nach der sich weiter hektisch zuspitzenden Informationslage wird Deutschlands Glanzminister bald kaum noch zu halten sein. Einen baldigen Rücktritt sehe ich nunmehr im Bereich des Möglichen.

Wo bleibt die Stellungnahme der Kanzlerin? Wo das Wort der Macht also das Machtwort? Ich beginne, dieses zu vermissen! Oder ist Aussitzen angesagt, wie von Helmut gelernt?



Die Stimmen der Ungeduld mehren sich vehement:

Gab das KSK den Bombardierungsauftrag in Kunduz?

Hi world,

oder: Die Mär vom Einzeltäter (alles wie gehabt, siehe unten)

flash - update:
Zitat: "Leipzig (ots) - An der Planung und den Entscheidungen, die zum Luftangriff auf zwei von Taliban entführte Tanklastzüge bei Kundus am 4. September geführt haben, war ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes BND vor Ort beteiligt. Das ergibt sich, nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe), aus streng vertraulichen Unterlagen der Bundesregierung, über deren wesentlichen Inhalt bereits Parlamentarier unterrichtet wurden, die mit der Kontrolle der Geheimdienste befasst sind....."

die Akutzeichen verdichten sich stündlich derart weiter, daß, trotz professionell versuchter, medialer Abwiegelung aus der OP-Info Zelle des BMVg, das KSK und/oder deutsche Schlapphüte doch die entscheidenden Impulse zur Bombardierung der 2 entführten Tanklastzüge in Kunduz gaben. Dazu muss man wissen, dass in AFG regelmässig Tanklastzüge entführt werden. Das ist an sich nichts Besonderes. Kann man in der einschlägigen Literatur (bei Amazon erhältlich) nachlesen und memorieren.

Minister Jung hat diese Tatsache dem Parlament listig verschwiegen, wie ich soeben lese. Mit Sicherheit aus gutem Grund. Denn, so blauäugig ist der Mensch nicht gewesen. Aus Staatsinteresse hat er den Rückzug angetreten und Platz gemacht für den nächsten. - Damit wollte er die Armee und die Verantwortlichen in seinem Kriegsministerium reinwaschen. BTW: Jetzt wissen wir, warum Merkel in der Waschmaschine residiert - zumindest der Berliner Volksmund weiss es :) !

Wenn es sich als wahr erweisen wird, dass dieses ver"heer"ende Bombardement von dieser in jeder Hinsicht fragwürdigen, unkontrollierten und unkontrollierbaren "Armee in der Armee" - mit vieeeel Schlapphutbezug - ausgegangen ist, dann sind die Tage dieser Truppe definitiv gezählt. Eine Demokratie mit Parlamentsarmee wird DAS, also das Kriegsverbrechen von Deutschen, dauerhaft und auch international nicht durchstehen können und wollen. - Zumal 100 Milliarden neue Schulden gemacht werden. - Das Volk muckt zwischenzeitlich auf; auch wenn es die Verantwortlichen möglicher Weise noch nicht bemerkt haben sollten. Für Theodor wird das heute sicher eine sehr lange und sehr unruhige Nacht.

Der Casus zeitigt noch einen wichtigen Nebenaspekt, welcher den Times-Square-Dancer Theo ganz persönlich belasten könnte. Besonders wichtig schien ihm und seinen Medienberatern, sich geschickt als Nachfolger des DEUTSCHEN WIDERSTANDS in Szene setzen zu müssen. Tiefe Verneigungen vor allen möglichen Denk-Mälern waren die Folge, im In- und im Ausland. Nun, wenn der Herr nur ihm passende Teilwahrheiten aus dem IKRK Bericht excerpiert hat - wonach es aktuell schwer aussieht -, dann wird ihm DIESES VERHALTEN derart um die Backe gehauen werden, dass er es fürderhin kaum mehr wagen dürfte, sich in eine solche historische Kontinuität zu stellen. Der Lack und der Napoleonmantel bei der Truppenparade dürften dann ganz schnell verblasst sein. Auch güldene Knöpfe und zivile Uniformimitationen wären zu nichts mehr Nutz. Nein, so geht das einfach nicht.

So, und nur deswegen werden die enormen Kräfte verständlich, die in die nunmehr ans Tageslicht kommenden Verhüllungs- und Verschleierungstaktiken gesteckt wurden und werden. Demokratie heisst jedoch: demos kathrein - Herrschaft des Volkes - und nicht - Dehnung der Wahrheit so wie ich sie will. - Ich seh die schwitzigen Hände und roten Wangen der Obristen auf den Fluren der Hardthöhe förmlich vor mir. Weitere Köpfe werden bald rollen. Denn merke: Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester will Karriere machen - koste es, was es wolle! - Doch dafür reicht es nicht aus, bei der Bergdivision das schwere MG freiwillig geschultert zu haben. Gemeinhin wird man Stabs/-Unteroffizier der Reserve auch erst nach einigen Wehrübungen. Die reguläre Armeezeit wird vorher im Dienstgrad "Ober"-Gefreiter verlassen.... bevor es ins Studium geht. Darüber liest man ebenfalls: NICHTS. - Wahrlich: Armes, unrühmliches Deutschland! Wir benötigen keine MG-Schlepper, sondern kluge Geister. Und davon scheinen wir weiter entfernt, denn je.


update:

Zitat: "Als seinerzeit die so genannten Ob-Leute der Bundestagsfraktionen im Verteidigungsausschuss danach fragten, ob Spezialeinheiten der Bundeswehr an dem Luftangriff in welcher Form auch immer beteiligt waren, lautete die Antwort des inzwischen zurückgetretenen Generalinspekteurs der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, nach Angaben von Dabeigewesenen: Nein." Quelle






TF47 - leider kein neues Tanklöschfahrzeug

hi world,

es wäre schön, wenn TF47 das Kürzel für ein neues Tanklöschfahrzeug in Afghanistan wäre. Doch leider gerät dieser Begriff eher in den Geruch eines Brandbeschleunigers.

Welche Allianz der Vertuscher, Tarner, Trickser und Täuscher da bereits vor den Bundestagswahlen offenbar im Dauereinsatz war, lässt sich heute von aussen bloß vermuten. Nicht die Gruppe 22 des Bundeskanzleramtes (um Dr. Vad),ist die wichtigste (denn sie lässt sich im Organigramm der Waschmaschine via Google in 30 Sekunden ermitteln - wer kann nicht googlen fragt man sich da), nein TF47 kristallisiert sich langsam als Reizobjekt heraus.

Jener Diensthabende in der Nacht des Angriffs ist offenbar nicht nur der medial vermittelte zerknirschte Oberst, dem die Opfer so "unheimlich nahe" gehen, wie der aktuelle weichgespülte Betroffenheitssprech vermuten liese, so dass er in Kur musste - um damit erst mal weg vom Fenster zu sein. Nein, heute erfahren wir zu dem, dasss dieser harmlos in die Linse dreinblickende Soldat offenbar mit allen Wassern gewaschen ist. Auch mit jenem Weihwasser, das ihn als KSK Kommandeur vor Ort offenbar berechtigt ad libitum zu killen - ein moderner 007 - "with license to kill".

Krankhafter Verfolgungswahn eines Elitesoldaten und das nicht zuletzt auch im Lande von der Schäuble Fraktion der Bevölkerung, besonders vor den Wahlen, ins kollektive Gedächtnis eingehämmerte Mantra von den stets und immer aufgrund "ernst zu nehmender Hinweise" "kurz bevor stehenden" Anschlägen haben da eine furchtbare Wirkung gezeigt.

Die Geister sind aus der Flasche und es wird schwer, sie wieder einzufangen. Auf Jungminister und Wirtschaftsführer Theodor kommen eisige Stürme zu. Nicht zuletzt auch durch die durchgesickerte IKRK Stellungnahme aus Genf zu den Ereignissen. Man sollte das IKRK jedoch aus den politischen Diskussionen völlig heraushalten, denn danach gibt es NICHTS mehr auf dieser Erde, das derartige Dinge anzusprechen und korrekt zu bezeichnen in der Lage ist. Jede öffentliche Diskussion in politischen Zusammenhängen schadet seiner Arbeit. - Ob der deutsche Selbstinszenierer aus dem Frankenwäldischen diese Diskussionen jedoch ange überleben wird? Lügen haben halt kurze Beine... Das wird noch ein spannendes Thema. Zudem er als newcomer viele gebypassed hat und: Militärapparate haben ihre eigenen pitfalls und bedürfen sorgsamen Umgangs.... auch durch Zivilisten an der Spitze (eine dennoch gute Sache).

update:
Spiegelleser wissen bekanntlich mehr. So berichtet SPON heute darüber, wer bzw. was die Aufgaben von TF47 eigentlich sind. Zitat:"...
Aktivitäten der "Task Force 47". Unter diesem Namen agiert ... eine kombinierte Einheit von Aufklärern der Bundeswehr, die seit langem, gemeinsam mit Elitesoldaten des KSK, den Schutz des Lagers übernehmen. Die Gruppe hat in dem Camp einen eigenen Befehlsstand mit modernster Technik und soll vor allem mögliche Angriffe auf das Lager frühzeitig aufklären und abwehren. Die KSK-Kräfte in der "TF 47" agieren dabei unter dem Mandat der Schutztruppe Isaf."

update 2:
Und die OP-Info Strategen haben, wohl ahnend den heutigen Tag auch schon vorgebaut, denn :"
Dass neben Klein der eine oder andere KSK-Mann in der Kommandozentrale stand, saß oder ihn gar beriet, wird im Ministerium nicht als Skandal gesehen - dort betrachtet man die Schlagzeilen als Sensationsjournalismus." - Well done! Doch: auch andere haben Denkvermögen als Vermögen.

updates:

Montag, 26. Oktober 2009

Fragezeichen. Der Neue - ein Blender ?




Große und inhaltlich tiefer gehende Fragen darf man in der Mediendemokratie und im YT Zeitalter nicht mehr öffentlich stellen. Die Fassade bröselt bereits beim leichten Zupacken. Als Wirtschaftsminister und als "sockpuppet" mag er ja noch durchgegangen sein, denn: Wirtschaft findet ja bekanntlich in der Wirtschaft statt. Er richtet in der Wirtschaft keinen Schaden an und die Wirtschaft benötigt das Ministerium nicht für ihr business. - Und deswegen kommt es auf diesem Posten auf einen mehr oder weniger grossen Aufschneider und "bussi-man" auch nicht an. Sein Drei-Mann Unternehmen des deutschen Mittelstands waren exactamente: "Seine Durchlaucht Theodor, sein Vater und eine Sekretärin." Wow! Blendend! Nicht wahr?!

Doch....
als Bundesminister der Verteidigung? Hier liegen die Dinge etwas anders. Hier haben seine Vorgänger keine militärischen Erfahrungen gehabt. Struck kommt aus der Universitätsverwaltung. Ob er später erst Motorradfahren lernte, weiss ich nicht. - Sicher ein Vorteil. Und "Der Neue?" -

Klar, er hat. Wie könnt es auch anders sein. War Unteroffizier bei der selbsternannten Elitetruppe, den Gebirgsjägern. Die haben auch noch Mulis! Das ist besonders vorteilhaft für den Hindukusch. Und bald werden wir sicher auf den Web-Seiten des Ministeriums lesen und hören können, welch ein toller Hecht der Adelige bei der Armee mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewesen war. Vielleicht lassen sich ja noch ein paar Stubenkameraden aus der Grundausbildung auftreiben. Wohnt man als "Uffz" nicht auf einer 2 Mann Stube? Ran also, ihr Reporter an den Speck! Und immer an den Leser denken!

Ob er auch mal Gefreiter war? Er ist "immerhin" Unteroffizier der Reserve. Zumindest das Wort Offizier ist in Unteroffizier ja auch enthalten. Und wenn man den bisherigen Demagogien folgt, war Guttenberg doch schon nahezu Offizier. Nicht wahr? Oder etwa nicht? Doch, kein Zwifel! Klar! Rühren! - Was nutzt es denn, schon einen Verwandten im dt. Widerstand aufweisen zu können? Und das noch über 3 Ecken? Haben wir das klare Denken schon komplett aufgegeben? Das dient doch eher der Anästhesie der Massen, als dass es irgend eine reale Bedeutung hätte. - Seit wann werden Gedanken und Einstellungen gar vererbt?

Ich sehe das komplett anders: Mit dem Amt als Ressortchef haben diese volkstümelnden Vergleiche nichts, aber auch gar nichts zu tun. In verflossenen Zeiten war Landesverteidigung, - es geht hier um Entscheidungen über Leben und Tod von Soldaten (auch wenn man Turnschuhe trägt) - stets und immer Sache der Alten, der Erfahrenen, derjenigen, die ihr Leben gelebt, einige Weisheiten gewonnen und persönlich nicht mehr viel zu gewinnen oder zu verlieren hatten. - Doch heute ist das alles zu einem blossen unwürdigen Medienspektakel verkommen.

Meine Prognose: Herr BM Zu Guttenberg wird sich sofort und unverzüglich vehement für ein stärkeres, ausschliesslich militärisches Engagement der Bundeswehr im Süden Afghanistans einsetzen. Als Transatlaniker. Die Generalität wird selbstredend mittun. General a.D. Naumann gibt da den Ton vor. - Durchlaucht wurden schliesslich von der CSU systematisch, und das über Jahre, und nicht erst seit gestern, dazu aufgebaut. In den Augen der "Grössten und einzigen Supermacht der Welt" sicher ein hervorragender "Glücksfall".

Er wird auch gar nicht anders können, als dieser sinnlosen Truppenverstärkung in Süd - AFG zunächst das Wort zu reden. Er wird ein Strauß II sein. Damit wird er seine Pflicht und Schuldigkeit getan haben und dort wird auch, die ihm mit seiner Berufung zugedachte Aufgabe enden. Er wird dem 4 Sterne McChrystal in dessen Fußstapfen folgen; eben sein deutscher Stallbursche sein! Natürlich wird er sich öffentlich vehement dafür einsetzen, die Kollateralschäden an der Zivilbevölkerung "so gering wie nur möglich" zu halten. Viel davon bekommen wir in D eh nicht mit. - Für diese Dienstleistung wird man ihn schon sehr bald im Oval Office begrüssen. Bin ich mir recht sicher.

Die Sargindustrie in AFG und in Deutschland dürfte davon als Erste bereits in kurzer Zeit schwer profitieren - und jener Adelige wird uns dann mit ernster Miene erläutern, warum das genau so sein MUSS! Vielleicht trägt er unter dem Maßanzug dabei das AC/DC Shirt. - Des einen Tod, des anderen Brot. Da ändert sich nichts daran - das war schon immer so. Nur dass es so evident wird, das ist neu in diesem Land.

Dann werden die Taliban in AFG ausgerottet worden sein. Das geht, kurzfristig und Schlagzeilen heischend. Das kann man, zweifellos, militärisch auch erreichen. - Doch leider wäre damit noch nicht genug. Denn: als nächsten schritt müsste man, konsequent durchdacht, anschliessend auch all jene paschtunischen Flüchtlingslager in Pakistan im Grenzland angreifen und irgendwie gewaltsam "abwickeln". Wehrlose, arme, hungrige, bildungslose Menschen. Denn aus diesen Lagern rekrutieren sich die künftigen Taliban - 60.000 Jungen im Alter von 16 Jahren bringen diese Umstände jährlich hervor. Wer einiger Massen mit der Materie bekannt ist, der weiss das. - Doch der deutsche Mob, bzw. die hergestellte Öffentlichkeit ist´s zufrieden mit den Parolen: tötet sie. Und dann töten wir eben. Ist ja auch weit weg - und "was geht mich irgend so ein Kanake in der Pampa an?". So antworten Jugendliche, hier und heute, wenn sie danach befragt werden.

Ich bete zu Gott, dass meine Gedanken so nicht wahr werden, befürchte allerdings insgeheim das Gegenteil. Die Zukunft wird es zeigen.