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Freitag, 26. Juni 2009

Neda, Iran, Tehran: Sie starb wirklich! Kein Fake! Kein Zweifel mehr!


Hi world,

das Netz ist ein hartnäckiges, ein unbekanntes Wesen. Es ist eine digitale Müllhale (Weizenbaum). Es ist stets in Bewegung. Es steht niemals still. Es ist mittelfristig nicht zensierbar. Es ist nicht kontrollierbar, nicht auf Dauer und auch nicht von Staaten. Schon gar nicht halten sich unbewiesene Fakten und Cybermärchen sehr lange.

Spiegel-online berichtet weitere spannende Details, welche in ihrer Summe zunächst die Tat als Tat erscheinen lassen. Zeugen und Abläufe, interessante, zufällige(?), Abläufe sind das. Dank globaler Vernetzung. Vor Jahren und in der Vorstellungswelt der teokratischen Greise in Teheran undenkbar.:

Der Agitprop Nebel beginnt sich zu lichten. Die PR - Nebelschwaden ziehen ab. Der Rauch war nicht sehr stabil. Die Konturen des öffentlich durchgeführten Mordes gewinnen an Klarheit, Schärfe und Wahrheit. Die unmittelbar Beteiligten Personen treten an das Licht der Öffentlichkeit. Der Name des Mörders ist bekannt und er wurde fotografiert. Wo sind nun die Fotos?

BBC: Ein Augenzeugenbericht



Mehr demnächst

Dienstag, 23. Juni 2009

Wie sich die Bilder gleichen!


IRAN: Die Staatsmacht formiert sich

"Ich opfere mich für Sie!" - Ein Kommentar



who is

Ist Neda doch nur ein fake? Und wenn ja, von wem?


Hi world,

ist Neda nur ein gut gemachter Fake? Zumindest das staatl. iranische Fernsehen kolportiert das, ohne jeglichen Beweis zu führen, aktuell so. Der Verlobte von Neda soll demzufolge Fotojournalist sein. Dies erklärte auch die "schönen" Fotos (einer schönen Frau) , die zum rechten Zeitpunkt verfügbar sind....

War das Ganze nur ein geschickt inszenierter medialer Coup? - Das Blut nur Fernsehblut? Eine covered action gar? - Er hätte sodann seine gewünschte Wirkung erzielt. - In Obamas Sinn! - Alles ist möglich. - Eine sorgfältig geplante CIA - Inszenierung, dazu passend die Kairoer Rede und dazu noch mit einem unverdächtigen, aktiven Pulitzer-Preisträger der LA TIMES. Im vorgeblichen Verbund mit niederländischen Menschenrechtsaktivisten. Viele Zufälle, in der Tat. Wenn es so wäre, wäre das genial konstruiert :)) ! - Doch das ist eher unwahrscheinlich. Die graue Tristesse einer Diktatur scheint mir da viel wahrscheinlicher. But : You never know....

Der Spiegel hat sich des Themas kurzer Hand angenommen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,632047,00.html

Eines steht jedoch jetzt schon fest. Neda ist teil der Medienhistorie geworden. Twitter hat sich sein Adelsprädikat verdient und wird bald platzen vor Berühmtheit. - Und die iranischen Theo-oligo-kraten haben eine verzweifelte Schlacht um die Mediendominanz gegen hunderttausende Blogger und Twitterer begonnen. Die Hartnäckigkeit des Web 2.0 haben sie sicher nicht in ihr Kalkül mit einbezogen.

Ein interessanter Link: http://iranbato.wordpress.com/about/




Montag, 22. Juni 2009

NEDA TEHERAN: "Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt...!"



Hello world,

heute soll dieser berühmt gewordene Satz Ernst Reuters nicht mehr Berlin gelten, sondern: Teheran. Er ist es sicher wert, auf diese Weise benutzt zu werden. Denn was in Teheran und in vielen weiteren und in immer mehr Städten im Iran aktuell abgeht, das ist eine Revolution. Eine Revolution für die Freiheit. Wir dürfen Zeitzeugen sein. Wie Solidarnosc in Polen, wie Gorbi in der DDR....

Der Freund eines kriegserfahrenen Arztes, welcher vergeblich versuchte, das Leben der 27-jährigen ex-Philosophie- und Tourismusstudentin Neda Agha-Soltan, auf der Strasse zu retten, dokumentierte ihre Ermordung und leitete das Video ihres Todes weiter - über niederländische Kanäle an einen alten Bekannten an der Zensur vorbei - mit den Worten:

„Bitte, lasst es die Welt wissen!“
Aus: FR - STERN.de - Tagesspiegel, Berlin - DIE ZEIT, Hamburg - LA TIMES

Und das Video hat auf diese Weise seinen Weg in die Welt, wenn auch zögerlich, gefunden. Bits n´Bytes kann man mit Kugeln eben auf diese Weise nicht in Schach halten.

update:
Inzwischen ist die getötete Studentin bereits auf dem Friedhof Behesht Zahra in Teheran beerdigt worden. Eine geplante Trauerfeier am Sonntagnachmittag in der Niloofar Moschee im Stadtteil Abbas Abad wurde von den Behörden verboten – aus Angst vor den nächsten Unruhen.

update:
Nach und nach bekommt die Person und die Story ein Gesicht, gewinnt an Schärfe und Konturen. Mosaikartig formen Teilchen ein Ganzes. Es gibt Zweifler, wie immer in der Szene, Verschwörungstheoretiker und Trolls. Die eigentliche Botschaft jedoch können auch diese nicht verdecken. Sie erklingt laut und unmissverständlich: SCHLUSS MIT DEN THEOKRATEN IN IRAN!

Das Regime beginnt sich, nahezu erwartungsgemäß und lehrbuchhaft, einzuigeln. Die Gewalt scheint langsam und unaufhörlich einem Kulminationspunkt zuzustreben. Es gibt genügend Parallelen in der Geschichte. - Doch mit Waffengewalt lässt sich das Volk sicher nur begrenzt in Schach halten. Der Geist weht eben, wo er will. - Sogar der Mossad Chef hat, Berichten nach, die aufgestaute Wut und den Lebens- und Freiheitswillen des iranischen Volkes unterschätzt. Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens...??