Dienstag, 13. Januar 2009

Vorwaerts.de folgt mir :) - wirklich ?


Hi world,

vorwärts.de follows you. Hmm, das hat mich dann doch etwas überrascht und ein wenig vom Hocker gehauen - ich hatte mit so was nicht unbedingt gerechnet. Womit sie, also die Vorwärtsler, mich, hier im Winkel, wohl gefunden haben? Vielleicht über den neuen Twubble :))..... Twubble macht Freu(n)de.

Somit werde ich also, ab heute, von der Sozialdemokratie vereinnahmt und das obwohl ich in keiner Partei bin und auch keineswegs vor habe in eine solche einzutreten. "Ich bin die Schweiz", so eine Mitarbeiterin, also neutral. Nun, das bin ich sicher nicht. Ergreife durchaus Partei, für das Richtige, meiner Überzeugung nach, zumindest. Das liegt nicht immer auf einer , imaginären, Parteilinie. Als einer der Ex-Stipendiaten deutscher Eliteförderung bin ich reichlich vorgeschädigt und werde es sicher "niemals nicht" schaffen mich "herrschenden Meinungen" anzupassen. Das mach ich einfach nicht. Nein!

Aber vielleicht sind die hier meinerseits geäusserten Gedanken ja, ohne dass ich es mir bisher so recht bewußt gemacht habe (hahaha), gar "sozial" und "demokratisch" - zumindest in den Augen von Sozialdemokraten. Ok, das wäre sicher kein Makel; ob sie aber tatsächlich "sozialdemokratisch" sind, daran habe ich doch meine begründeten, leichten Zweifel. Den einzigen Verfechter der SPD, den ich schätze, ist eigentlich Willy Brandt. - Liebe Genossinen und Genossen der SPD, allzu viele Leute, und das nicht nur von Euch, mogeln sich auf Umwegen in die Politik hinein.
Entweder ist man wohl nach der Ochsentour durch Eure Partei so verschlissen, dass man für kein Spitzenamt mehr tauglich ist oder die, welche im Bypass via der Amtsschiene in die Spitzenpositionen aufgestiegen sind, haben sich vor dem eigentlichen Votum des Volkes gedrückt, um der Karriere Willen. Hallo Herr Steinmeier, sie verstehen mich oder auch nicht? - Eine letzte Option, der ich noch etwas Geschmack abgewinnen kann ist die, daß die Welt so kompliziert geworden ist, dass Karrieren nur noch auf dieser Schiene möglich sind, der Expertise willen. Doch das wäre in der Summe echt fatal; man regiert dann nämlich am Volk , am eigenen versteht sich, reichlich vorbei oder ist zumindest dieser Gefahr ausgesetzt. - Kinkel war auch so ne Nummer......

Der -journalistische- Sprachstil der Memoiren Willy Brands tut mir Übrigens auch heute noch gut und ist ein Universum weit von der "Bloggersprache" entfernt, was die Feinheit des Ausdrucks, das Taktgefühl und die benutzten Metaphern angeht.

Aber, liebe Genossinnen und Genossen, ich bleibe offen und meinetwegen auch gern die Nummer 302 bei Euch. In die erste Reihe strebe ich sowieso nicht (mehr). Dennoch hat hier vor einigen Tagen, mein Seitenzähler zeigt es exakt, das ZDF aus Meenz vorbei geschaut. Sehr nett! Hat mich gefreut. Danke schön!

Die "Genossen" jedenfalls scheinen gut zu wissen, wie man mit twitter & Co. umgeht, wenn auch in den Anfängen. Das muss man Ihnen lassen. Haben sie wohl ein bißchen von Obama abgeguckt. Denn alles was von drüben (westlich) kommt.... oder muss das wirklich sein?


Kommentare:

  1. Hallo Netzschreiber,

    nein, der Twitter-Acount von vorwaerts.de ist kein Fake ;-) Ich fand es ganz interessant, was Du so über Politik und Internet schreibst.

    Wir wollen intensiv mit der Blogosphäre uns austauschen und auch Bloggern die Möglichkeit bieten, über politische und nicht-so-politische Themen bei uns zu berichten. Parteibuch der SPD ist dafür keine Pflicht.

    Was denkst Du zum Beispiel über unsere Hessen-Wahl-Wette?
    http://www.vorwaerts.de/artikel/hessen-wahlkampf-wette

    Viele Grüße

    Karsten

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  2. Ja kann man machen. Der 2te Preis würde mich ja durchaus reizen.... (siehe oben warum). Doch mit den Hessen und den den 3 letzten Buchstaben des Alphabets (Icks, Ypsilonti oder so und Zett) kenne ich mich als Freistaatler überhaupt nicht aus. Somit wird mir dieser Weg doch verwehrt bleiben.

    Haltet Eure Zusagen ein! Zeigt Euch dem "kleinen Mann", der heute kein Bergarbeiter mehr ist, sondern eher der Typus des dauergemobbtem Familienvaters ab 50....., so, wie die durchaus noch vorhandenen Werte, wie Anstand und so Sachen..., von Millionen Menschen eigentlich nach Klarheit der Führung verlangen. Es liegt am Menschen, sich seine Umwelt zu gestalten. Der Satz von Johannes Paul II bei seiner Amtseinführung "Habt keine Angst!" könnte auch der aktuellen Politik als Beispiel dienen. - Nicht mehr, nicht weniger. Das Kapital wird kuschen, glaubt mir!

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